Stimmen über Vocoder
Presseberichte
Pforzheim – Konzert im Kulturhaus Osterfeld am 23.10.2025
Rezension von Dietmar Bastian – Pforzheimer News
Pforzheim. Was für ein unerwartet faszinierender und beglückender Konzertabend. Deutschsprachige Volkslieder in neuem Gewand – in meisterhaften Arrangements für bis zu sechsstimmigen Gesang, in einer Orchestrierung für Streichorchester mit geradezu magischen harmonischen Entwicklungen, Spaltklängen, Modulationen, virtuosen Akkord-Rückungen und einer stilistischen Vielfalt von Bach über Tango bis hin zum Jazz. Das war große Klasse!
[…] Einer der drei Sänger, Henning Wölk (geboren 1994), ist der unglaublich geniale Kopf, der die ursprünglich einstimmigen Lieder in diese raffinierten vielstimmigen Arrangements überführt hat. Das musikalisch vielschichtige Geschehen fasziniert mit barocken Anklängen von Bach bis Vivaldi, mit ein paar Fetzen Mozart und Rossini bis hin zu romantischen Sinfonien, sowie Anleihen aus Jazz, Pop und Filmmusik. […] Wenn man auf die Biografie Henning Wölks blickt, überrascht es kein bisschen, dass er bereits eine Vielzahl an Auszeichnungen erhalten hat, und dass seine Kompositionen und Sätze inzwischen von vielen namhaften Formationen aufgeführt werden.


SHMF 2024: A Cappella Nacht mit den Kings Singers in Lübeck
Rezension von Markus Stäbler – Hamburger Abendblatt
Das Ensemble Vocoder aus Hamburg ist bereits zum dritten Mal bei diesem Kurs dabei – und hat auch die mit Abstand weitesten Schritte in Richtung des gemeinsamen Vorbilds gemacht. Phänomenal, wie fein das Sextett die Stimmen mischt. Und beeindruckend, mit welcher lässigen Präzision die Gruppe zwischen den Stilen hin- und herswitcht und immer den richtigen Ton trifft. Egal, ob bei spanisch-jazzigen Grooves, im 1930er-Jahre-Schlager oder einem eigenen, nicht nur harmonisch anspruchsvollen Arrangementm von „Die Gedanken sind frei“. Mit ihrem Auftritt bestärken die Mitglieder von Vocoder den Eindruck, dass sie die aktuell wohl spannendsten Newcomer der deutschen A-Cappella-Szene sind. Hammergut.
SHMF 2024: A Cappella Nacht mit den Kings Singers in Lübeck
Rezension von Oda Rose-Oertel – Lübecker Nachrichten
Jubel der Performance der „Vocoder“-Sängerinnen.
Die drei Sängerinnen und drei Sänger von „Vocoder“ überzeugten mit ihrem Motto „stillos glücklich“. Ob Pop, Jazz oder Volkslied: Ihr Klang ist voll, warm und gefühlvoll. Besonders beeindruckte ihre nachdenkliche, zurückgenommene Interpretation des Volkslied-Klassikers „Die Gedanken sind frei“. Nach dem beschwingten, mit vielen komödiantischen Effekten gespickten Schlager „Mein Bruder macht beim Tonfilm die Geräusche“ von 1930 brandete Jubel auf.


Deutscher Chorwettbewerb 2023 in Hannover
Rezension von Marcus Stäbler – Hamburger Abendblatt
Hamburg. Starke Auftritte, starke Resultate für die Hamburger Teams. Beim Deutschen Chorwettbewerb, der gerade in Hannover stattfindet und am Dienstag die ersten Ergebnisse bekannt gegeben hat. Der Jugendchor des Mädchenchors Hamburg hat sich einen erstklassigen zweiten Preis verdient. Mit einem Programm, das von Renaissancetänzen bis zu einem malayischen Song reichte. Lebendig gesungen unter Leitung der tollen Dirigentin Gesa Werhahn.
Ohne musikalische Leitung, aber mit unglaublicher Homogenität, Präsenz und Präzision hat das Ensemble Vocoder seinen Wettbewerbsauftritt hingelegt. In der Kategorie „Vokalensemble – Populäre Chormusik“ ist die Gruppe damit ebenfalls auf einem zweiten Platz gelanndet. Nur 01, Wertungspunkte hinter der erstplatzierten Konkurrenz von Quintabulous aus Bremen. Auch mit einem nur denkbar knapp verpassten ersten Preis ist klar, dass Vocoder zu den spannendsten Newcomern der a cappella-Szene gehört. Die Mitglieder des sechsköpfigen Ensembles – je drei Sängerinnen und Sänger – haben sich während des Schulmusikstudiums an der Hochschule in Hamburg kennen gelernt und bei Workshops der King’s Singers ihren Feinschliff geholt. Ähnlich wie ihre Vorbilder, setzen sie auf eine breite Vielfalt. „Wir haben keinen Stil“ heißt der witzige Signature-Song der Gruppe, der munter von Jazz zum Walzer, vom Chanson und einem irren Rap bis zur Klassikchorparodie springt. Henning Wölk, der zweite Bariton von Vocoder, hat das Stück für sich und seine Kolleginnen und Kollegen maßgeschneidert.
Int. A Cappella Wettbewerb Leipzig 2023 – Wertungssingen
Rezension von Falk Mittenentzwei
…Die abschließenden Teilnehmer des Wettbewerbs 2023, Vocoder aus Hamburg, wiederum punkten direkt mit Persönlichkeit und „eigener Feder“: In ihrem eigenen Stück „Wir haben keinen Stil“, erringen sie sich spielerisch und unterhaltsam auf der Suche nach demselben quasi alle gängigen vokalen Genres, und haben ein klang- und facettenreiches, wirklich schönes, hausgemachtes Arrangement von „Wach auf, meins Herzens Schöne“ parat. Ein Potpourri an Instrumentalimitationen im „Creole Love Call“ und ein ebenso authentisch gesungenes schottisches Traditional („The Parting Glass“), in dem ihr blitzsauberer Klang noch einmal schimmern kann, beschließen den Vormittag. Erneut mit brausendem Beifall, inklusive Bravo-Rufen.


Int. A Cappella Wettbewerb Leipzig 2023 – Showcase
Rezension von Falk Mittenentzwei
…Als erste der fünf beim Showcase auftretenden Gruppe sind Vocoder aus Hamburg zu erleben. Absolut formvollendet singt sich das Sextett auch an dieser Stelle durch die Musik von Johannes Brahms, die jazzigen Close-Harmony-Welten von „Spain“ sowie den 30er-Jahre-Schlager „Mein Bruder macht beim Tonfilm die Geräusche“. Ist es ihre enorme Musikalität, ihr Witz oder ihr fantastischer Sound, der am meisten begeistert? Man kann sich kaum entscheiden…
Int. A Cappella Festival Leipzig 2022 – Showcase
Rezension von Maud Glauche
… Vocoder aus Hamburg beweisen schnell ihre Vielseitigkeit: In ihrem selbstgeschriebenem Lied „Wir haben keinen Stil“ durchwandern sie, sich halbironisch selbst reflektierend, ein Genre-Potpourri von klassischem A-cappella- Pop über Walzer, Rap und Chanson hin zu Smooth Jazz (oh ja, sehr smoooth!) und verschiedenen klassischen Versatzstücken – und stemmen dabei jeden einzelnen Stil, inklusive einiger hörenswerter Textkniffe und der schönen Botschaft, doch am besten Genregrenzen einfach aufzulösen. Im für sie geschriebenen „Deutsch ist gar nicht schwer“ setzen sie sogar noch einen drauf, integriert das moderne Vokalmusikstück doch auch Body-Percussion und diverse allseits bekannte Zungenbrecher. Ein starkes Stück, dass das gemischte Sextett dem Leipziger Publikum da kredenzt und sich Respekt verdient. Der ebenfalls bandeigene Satz von „Wach auf, meins Herzens Schöne“ überzeugt mit seinen feinen, gefühlvollen Setzungen ebenso wie der „Creole Love Call“ mit seinen zig verschiedenen Trompeten- und anderen Instrumentenimitationen. Toller Auftakt eines Ensembles, bei dem hier und da sicher noch ein Quäntchen Mehr möglich ist, aber das sich schon jetzt für einen Platz mindestens im Publikumsherzen des „a cappella“ Wettbewerbs im nächsten Jahr qualifiziert hat…


